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BUECHER-HERBST 2007
 
"DIE SCHREIBSTUBE IM KLOSTER" (Michael Imhof Verlag)
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BILDER
 

Der Band "Die  Schreibstube  im Kloster
des Mittelalters"  von  Siegfried  Both
fuehrt uns in einen  wichtigen Teil des
Klosters.  Im  Sciptorium   wurden  die
Fundamente fuer unsere heutigen Buecher
gelegt. Die  Moenche  waren  in unserem
Teil  der  Erde  mit  die  ersten,  die
begannen,  vorhandenes   Wissen  aufzu-
zeichnen. Als  Schreibunterlage  diente
Pergament, das aus Tierhaut hergestellt
wurde und  folglich  recht  teuer  war,
benoetigte man  doch  fuer  eine  Hand-
schrift je nach Groesse bis zu mehreren
hundert  Schafen.  Auch   andere  Tiere
mussten   dafuer   herhalten,   wodurch
Pergament  unterschiedlicher  Qualitaet
entstand.  Anfaenglich  verwendete  man
zum Schreiben  Federn  aus  Schilfrohr,
spaeter aus Gefluegelfedern, die aller-
dings  erst  in  muehsamer  Kleinarbeit
zugerichtet werden  mussten.  Die  not-
wendige  Tinte   wurde   ebenfalls  aus
natuerlichen  Rohstoffen  gewonnen.  So
nahm man gerne  die  Rinde  von Schleh-
oder Weissdorn,  auch  Gallaepfel  oder
Russ als  Grundstoff,  der  jedoch auch
noch  zubereitet  werden   musste.  Die
dominierenden Farben waren  schwarz und
braun, aber auch rot  und blau und fuer
besonders  kostbare   Schriften   wurde
Gold- und  Silbertinte  aus zermahlenem
Edelmetall hergestellt.-  Das  ist  nur
ein kleiner Vorgeschmack  auf  das, was
uns in  diesem  Buch  alles  vermittelt
wird. Wie in dem vorangegangenen werden
wir in einzelnen  Abschnitten  (mit den
bekannten Erklaerungen  am  Rande)  mit
der Geschichte und  der  Entstehung des
Buches vertraut gemacht und allmaehlich
bis zu Johannes Gutenberg gefuehrt. Und
wieder werden  die  Informationen durch
die wunderschoenen  Aquarellzeichnungen
von Thomas Siebenhaar  untermauert. Und
das Maeuschen  ist  auch  wieder dabei.
Alle drei Buecher sind es wert, gelesen
zu werden.  Jeder,  der  sie  sich vor-
nimmt, wird  viel  Freude  daran haben.
Anmerkung  der  Redakteurin:  Die  drei
Autoren sind  Lehrer  am Landesinstitut
fuer  Lehrerfortbildung,  Lehrerweiter-
bildung und  Unterrichtsforschung Sach-
sen-Anhalt. Die Anregung  zu ihren Bue-
chern, die sie offenbar  mit viel Liebe
gestaltet haben, bekamen  sie vom Klos-
ter Memleben, dessen  Ruinen  durch die
Initiative  engagierter  Menschen,  die
sich 1999 zum "Verein  des Klosters und
der Kaiserpfalz Memleben" zusammengetan
hatten, neues Leben  eingehaucht wurde.
Es wurde zu  einem "lebendigen Kloster"
und @ausserschulischen Lernort@  an der
Strasse  der  Romantik  gestaltet.  Der
Besucher kann heute u.a. das Museum mit
interessanten  Dauerausstellungen   und
den  "Neuen   Klostergarten"   mit  100
Pflanzen bestaunen. -  Die drei bespro-
chenen Buecher  sind  uebrigens eigent-
lich als  Kinderbuecher   gedacht, aber
wir finden,  Erwachsene  werden genauso
ihren Spass daran haben.              X
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