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BUECHER-HERBST 2007
 
"DAS BUSCH-BABY"(Peter Hammer Verlag)
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Im Peter  Hammer  Verlag  erschien "Das
Buschbaby" von Meja  Mwangi. Es beginnt
mit  einer  abenteuerlichen   Autofahrt
durch afrikanische Busch-  und Wuesten-
landschaft. Ein junges Paar, er, Ruben,
ist Fotograf,  sie,  Kimberly,  Wissen-
schaftlerin, die  Termiten  und  andere
Insekten erforscht, nach dem Nobelpreis
strebt und  ihr  Leben  und  das  aller
anderen drumherum  diesem  einen  Zweck
unterordnet.  Nun   erwartet   sie  ihr
erstes   Kind,   das   sie   eigentlich
ueberhaupt  nicht  wollte.  Die  Beiden
sind auf dem  Weg  noch  Nairobi in die
Klinik. Aus  dieser  ganz alltaeglichen
Angelegenheit  entwickelt   sich   eine
aeusserst turbolente Geschichte. Ruben,
weil er abkuerzen  will, verfaehrt sich
total. Das Kind kommt  in einer voellig
unbekannten  Buschklinik   beim  Schein
einer Taschenlampe zur  Welt,  weil das
Stromaggregat seinen  Geist  aufgegeben
hat. Gleich nach der  Geburt fahren sie
weiter, Ziel immer  noch  die Klinik in
Nairobi. Aber der entnervte Vater biegt
in  die   falsche   Richtung   ab   und
verfaehrt  sich  wieder.   Nach  vielen
Irrwegen  landen  sie  an  einer  Zoll-
station, die  schon  laengst aufgegeben
ist,  nur  weiss  das  der  Zollbeamte,
Bwana Foradha,  noch  nicht.   Er haelt
die  Reisenden   fuer   Schmuggler  und
laesst sie  nicht  weiterfahren.  Unter
allen moeglichen Vorwaenden  werden sie
festgehalten. Allmaehlich gewoehnen sie
sich an die Situation.  Die Ehefrau des
Zoellners, Mariam, freut sich ueber die
Gesellschaft und  ist  gluecklich, dass
sie das  Baby  betreuen  darf.  Sie hat
selbst kein  Kind  und  die Kindsmutter
will von  dem  Kleinen  nichts  wissen.
Nach  und  nach  entwickelt  sich  eine
Freundschaft   zwischen   den   Vieren,
obwohl inzwischen auch der Verdacht auf
Kindesentfuehrung im  Raum  stand, denn
das  Kind  ist   ein   schwarzes  Baby.
Irgendwann loest sich  das  ganze Chaos
auf.  Natuerlich  gibt   es   auch  ein
weisses Baby bei  schwarzen  Eltern und
schliesslich tauschen zwei ueberglueck-
liche  Elternpaare  ihre   Kinder.  Bis
dahin gibt es  aber  noch  viele Seiten
Spannung zu lesen.-  Das  Buch ist fes-
selnd von der  ersten  bis  zur letzten
Seite.  Die  Personen   sind  liebevoll
durchgezeichnet, auch  die Randfiguren,
die manchmal  kindliche  Naivitaet  der
Eingeborenen   im   Kontrast   zu   den
Amerikanern, besonders  der  Frau.  Und
dazu noch  eine  umwerfende Situations-
komik. Der Autor hat schon einige Prei-
se erhalten, die hat  er voll verdient.
Wir sind  gespannt  auf  seine  anderen
Arbeiten.                             X
 
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