"Mia mit dem Hut", ein reizendes Kin- derbuch von Karin Koch und Andre Roesler aus dem Peter Hammer Verlag.- Mia hat einen Uropa, den sie sehr lieb hat. Aber er ist schon sehr alt und stirbt bald. Mia bekommt seinen alten Hut, den sie von nun an immer auf dem Kopf hat, selbst als sie in der Schule deswegen verspottet wird.- In der Klas- se gibt es einen neuen Mitschueler. Er sitzt ganz allein hinten in der letzten Bank. Mia muss ihn staendig ansehen, denn er gefaellt ihr, weil er so schoene schwarze Haut und Haare hat und seine Augen wie Sterne glitzern. Er heisst Abadi. Die Kinder kommen sich naeher. Sie treffen sich auf dem Schulweg und sind auch nach der Schule zusammen unterwegs. Eines Nachmittags entdecken sie im Park bei einer Bank eine, wie sie meinen, "Botschaft", die jemand mit Kreide auf den Boden geschrieben hat. Sie koennen sie nicht entziffern, denn sie haben noch nicht alle Buchstaben gelernt. Also schreibt Mia die Buchstaben in ihr Heft, um abends ihren Papa zu fragen, was das bedeutet. Der liest "Auslaender raus" und wird sehr boese . Er erklaert Mia, dass das ein sehr boeser Satz ist. Mia sagt, Abadi ist auch Auslaender. In der Schule bekommt Mia wegen dieses Satzes in ihrem Heft maechtig Aerger mit der Lehrerin. Abadi hilft ihr und klaert den Sachverhalt auf. Er muss wegen sei- ner Hautfarbe einiges erdulden von den anderen Kindern. Mia haelt sich erst mal raus und Abadi haelt sich darauf von ihr fern. Als die anderen Kinder es dann aber zu arg treiben stellt sich Mia vor Abadi und verteidigt ihn. Und jetzt werden die beiden richtig gute Freunde.- Das Buch ist gut ver- staendlich geschrieben und traegt wegen der behandelten Thematik ohne erhobenen Zeigefinger zu einem besseren Ver- staendnis unter Kindern verschiedener Herkunft bei. Die farblich sehr anspre- chenden Illustrationen sind klar und eindrucksvoll mit dennoch viel Liebe zum Detail.- Das Buch ist geeignet fuer Kinder ab Vorschulalter und sehr zu empfehlen. Legen Sie es Ihrem Kind unter den Weihnachtsbaum. X