Der MICHAEL IMHOF VERLAG aus Petersberg legte uns das Sachbuch "Antike Theater" von Umberto Pappalardo vor. Die Grie- chen und die Roemer waren wahre Koenner im Bau von Freiluft-Grosstheatern. Die meist im 180 Grad Bogen errichteten Anlagen mussten 2 Hauptanforderungen genuegen. So war von jedem Platz freie Sicht auf die Buehne gewaehrleistet. Die andere Erfordernis war die Akustik. Die Architekten der Antike hatten keine Messtechnik moderner Zeit, es musste dennoch das Problem geloest werden, dass ein gesprochenes Wort alle Zu- schauer erreicht. Das bewirkte die strukturierte Buehnenrueckwand, in EP- HESUS (fehlt allerdings im Buch) (Tuer- kei) noch gut erhalten. Die antiken Baumeister beachteten peinlich genau die Konstruktion der Ein/Ausgaenge bei diesen Bauten. So konnte binnen weniger Minuten das Publikum die Amphitheater verlassen. Das System wurde 1936 im Berliner Olympiastadion perfektioniert realisiert. EIN TRAUM, in HERCULANEUM hat man das Amphitheater kongenial rekonstruiert, samt der Sonnensegel. Hier kann man exemplarisch die klassi- sche Konstruktion sehen. Hier finden regelmaessig Auffuehrungen von Opern statt. Das Buch begeistert durch Sachverstand und umfangreichem Bildma- terial. Abhandlungen ueber die roemi- sche Theater-Dichtung ergaenzen das Werk vollendet. Das Buch ist sehr an- spruchsvoll und fuer Buecherfreunde ein absolutes Muss. X